KOK - Organisationsstruktur

Die Mitgliedsorganisationen des bundesweiten KOK haben sich in einem Verein zusammengeschlossen, um die Vertretung der politischen und gesellschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder zu stärken. Zur Unterstützung dieses Anliegens wurde eine Geschäfts- und Koordinationsstelle eingerichtet, deren Aufgabe entsprechend die Vernetzungs-, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit ist.

Der Verein

Der KOK - bundesweiter Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationprozess e.V.  - ist ein Zusammenschluss von 37 Frauenorganisationen und ein eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein.

Beschlussfassendes Organ des KOK e.V. ist die Mitgliedsversammlung, die zurzeit dreimal jährlich zusammentritt. Die Vertreterinnen der Mitgliedsorganisationen beraten Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele des KOK, diskutieren den aktuellen politischen Handlungsbedarf und beschließen die jeweiligen Arbeitsschwerpunkte des KOK sowie Forderungen an Politik und Gesellschaft. Bei der Gestaltung der Mitgliedsversammlungen wird darauf geachtet, dass genügend Raum für inhaltlichen Austausch und Diskussionen besteht, um eine höchstmögliche Praxisrelevanz in der Arbeit des KOK sicherzustellen. Die Mitgliedsversammlung wählt auch den Vorstand, der ehrenamtlich arbeitet.

Die Arbeit des KOK lebt vom Fachexpertinnenwissen, das die Vertreterinnen der Mitgliedsorganisationen einbringen. Angesichts des großen Themenspektrums, dem sich der KOK widmet, ist es notwendig, zu bestimmten Themen intensiver zu arbeiten. Deshalb organisieren sich die Mitgliedsorganisationen des KOK e.V. in Arbeitsgruppen. Die Arbeitsgruppen arbeiten eigenverantwortlich und entwickeln Ideen zu gemeinsamen Handlungsansätzen, die dann in die Mitgliedsversammlung eingebracht werden.

Zusätzlich organisiert der KOK e.V. Vernetzungstreffen und lädt dazu auch Fachexpertinnen aus anderen Staaten ein. Ziele dieser Zusammenarbeit sind u.a.:

  • gemeinsame Positionen im Themenfeld Frauenhandel zu erarbeiten, um sie entsprechend nach außen vertreten zu können, 
  • Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und einen hohen Informationsgrad durch aktives Wissensmanagement herzustellen, 
  • Handlungsbedarf in der Praxis festzustellen, um Verbesserungen auf politischer bzw. gesetzlicher Ebene einzufordern.  

Weitere Informationen zum Verein finden Sie in der Satzung (PDF)

Die Mitgliedsorganisationen

Dem KOK e.V. sind derzeit 37 Mitgliedsorganisationen angeschlossen, die mit unterschiedlichen inhaltlichen und thematischen Schwerpunkten arbeiten:

  • Fachberatungsstellen und Zufluchtswohnungen für Betroffene von Frauenhandel 
  • autonome Migrantinnenprojekte 
  • Beratungsstellen für Prostituierte 
  • Frauenhäuser 
  • FrauenMenschenrechtsverbände, Lobbyorganisationen 
  • kirchliche Vereine

Mitglied kann nur werden, wer die Ziele des KOK e.V. fördert und unterstützt.

Mitgliedsorganisationen können Frauenorganisationen, Frauengruppen, Frauenberatungsstellen sein unter der Voraussetzung, dass sie als gemeinnützig anerkannt sind. Die Mitgliedsorganisationen haben ihre Mitgliedschaft durch Antrag und Mehrheitsbeschluss erworben. Auch können natürliche weibliche Personen Mitglied werden, wenn Sie zum Thema Frauenhandel arbeiten, Voraussetzung ist, dass sie nicht Mitarbeiterinnen einer Mitgliedsorganisation sind.

Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus mindestens 3 und höchstens 5 Vorstandsfrauen und wird für jeweils zwei Jahre gewählt. Er vertritt den KOK gerichtlich und außergerichtlich in allen Belangen und ist ehrenamtlich tätig. Der Vorstand arbeitet eng mit der Geschäftsstelle des KOK zusammen und wird von ihr unterstützt.

Die verantwortungsvolle und umfangreiche Vorstandsarbeit wird derzeit geleistet von:

  -     Mira von Mach (Mitgliedsoraganisation NADESCHDA)

  -     Margarete Muresan (Mitgliedsorganisation IN VIA Berlin)

  -     Tabea Richter (Mitgliedsorganisation Mitternachtsmission Heilbronn)

Die Geschäfts- und Koordinationsstelle

wurde im Dezember 1999 in Potsdam errichtet. Sie wird größtenteils finanziert über Zuschüsse des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und Spenden. Am 15.12.2006 wurden der Vereinssitz und die Geschäfts- und Koordinationsstelle nach Berlin verlegt.

Ihre Hauptaufgabe ist:

  • die Vernetzung der Fachberatungsstellen 
  • Recherche und Bündelung von Informationen und deren Weitergabe 
  • Vertretung des KOK in bundesweiten und internationalen Gremien und in der Politik 
  • Abstimmung von Aktionen und Kampagnen 
  • Öffentlichkeitsarbeit 
  • Vermittlung von ReferentInnen zu den Themen Frauenhandel, Handel in die Ehe, 
    Gewalt an Migrantinnen, etc. 
  • Fundraising

In der Geschäftstelle arbeiten

- Naile Tanis, Geschäftsführerin  - Juristin

- Severine Klie, Assistentin der Geschäftsführung  - Dipl. Sozialpädagogin

- Filomena Talotta, Buchhaltung - Dipl. Betriebswirtin

- Sarah Schwarze, Referentin  (bis November 2013 in Elternzeit) - Sozial- und  Kulturanthropologin M.A.

- Dr. des. Dorothea Czarnecki, Referentin  - Dipl. Interkult. Pädagogin

- Eva Küblbeck, Referentin - Juristin, LL.M. Internationales Recht

- Bärbel Heide Uhl, Koordinatorin Project datACT - Dipl. Politologin

- Pia Roth, Assistentin datACT - Kulturwissenschaftlerin/Europ. Ethnologin M.A.

Die Fördermitglieder

Der KOK e.V. wirbt um die Unterstützung seiner Arbeit durch einen Kreis von Fördermitgliedern. Fördermitglieder können den KOK ideell, finanziell oder mit ehrenamtlicher Arbeit unterstützen.

  • Die Möglichkeit einer Fördermitgliedschaft ist in der Satzung verankert. 
  • Fördermitglieder können Organisationen, Gruppen oder Personen sein. 
  • Fördermitglieder haben bei den Mitgliederversammlungen ein Anwesenheitsrecht, sind aber nicht stimmberechtigt. 
  • Der Mindestbeitrag für eine Fördermitgliedschaft liegt gemäß Mitgliedsbeschluss bei 50 € jährlich.

Bei Interesse sprechen Sie uns bitte an, wir nehmen uns dann Zeit für ein persönliches Gespräch. Wir freuen uns über jedes Engagement!